Mein Weg durch Symptome und Strategien – zurück zu mir
Das hier ist keine klassische Erfolgsgeschichte.
Und auch keine Geschichte darüber, wie plötzlich alles gut wurde.
Es ist eher der Weg zurück in die eigene Verbindung – Schritt für Schritt.
Durch viele Jahre, in denen mein Körper immer wieder Signale gesendet hat, die ich lange nicht richtig einordnen konnte.
Vielleicht kennst du das.
Dieses Gefühl, dass etwas nicht stimmt – auch wenn dir niemand wirklich erklären kann, warum.
Wie alles begann
Es fing alles an, als ich 16 war. Mein Körper hat sich von jetzt auf gleich ziemlich schnell verändert.
Ich habe innerhalb kurzer Zeit stark abgenommen, obwohl ich nichts an meinem Essverhalten verändert hatte.
Kurz darauf kamen Verdauungsprobleme dazu – unregelmäßig, schubweise, schwer greifbar.
Krampfartige Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen.
Ich war bei vielen Ärzten und habe die unterschiedlichste Diagnosen bekommen.
Laktoseintoleranz.
Glutenunverträglichkeit.
Blinddarmentzündung.
Reizdarmsyndrom.
Vieles wurde vermutet, einiges behandelt – aber nichts hat wirklich das Gesamtbild erklärt.
Fast 1 Jahr bin ich von Arzt zu Arzt, bis schließlich eine Darmspiegelung Klarheit gebracht hat.
Die Diagnose: Morbus Crohn.

Zurück zur vermeintlichen “Normalität”
Was danach kam, war ein klassischer medizinischer Weg:
Cortison, verschiedene Therapien, viel Ausprobieren.
Am Ende waren es Immunsuppressiva, die für mich funktioniert haben.
Über Jahre hinweg – 10 Jahre um genau zu sein.
Und ja – mein Darm wurde ruhig.
Ich hatte kaum noch Beschwerden und konnte mein Leben wieder ganz normal leben.
Reisen, Sport, feiern, Alltag – alles war wieder möglich.
Von außen betrachtet war ich gesund.
Noch mehr Einfluss auf mein System
Mit Anfang 20 habe ich zusätzlich die Pille genommen.
Ich war einfach happy, dass mein Darm so “gesund” war,
dass ich endlich auch die Pille nehmen konnte.
Ich dachte “Wow, wenn jetzt meine Zyklusbeschwerden noch weg gehen, dann geht’s mir richtig gut.”
Aber darin hatte ich mich wohl sehr getäuscht.
Denn obwohl medizinisch „alles in Ordnung“ war, habe ich mich nicht so gefühlt.
Ich war oft müde, wenig belastbar, innerlich unruhig.
Dazu kamen Ängste und das Gefühl, emotional nicht richtig stabil zu sein.
Nicht extrem.
Aber konstant genug, um zu merken: Das ist nicht mein eigentliches Level.
Der Moment, an dem sich etwas verändert hat
So hatte ich mir mein Leben nicht vorgestellt.
Ich fing an, vieles in Frage zu stellen und anders hinzuschauen.
Weniger nur auf Symptome.
Mehr auf Zusammenhänge.
Auf mein Nervensystem.
Auf meine mentale und emotionale Ebene.
Auf das, was im Hintergrund wirkt.
Nach Rücksprache mit meinem Arzt habe ich die Immunsuppressiva abgesetzt und parallel begonnen, an meinen Ängsten therapeutisch zu arbeiten.
Das war 2021.
Und rückblickend war das ein Wendepunkt.
Nicht, weil plötzlich alles weg war –
sondern weil ich angefangen habe, meinen Körper mehr zu verstehen.
Seitdem habe ich tatsächlich keine Entzündungen mehr im Darm.

Zurück zum natürlichen Zyklus – und die Realität danach
Mit diesem neuen Verständnis war für mich klar, dass ich auch die Pille absetzen möchte.
Ich wollte zurück zu einem natürlichen Zyklus.
Mehr Verbindung.
Mehr Eigenwahrnehmung.
Was ich damals unterschätzt habe:
Wie sehr hormonelle Prozesse und das Nervensystem miteinander verbunden sind.
Nach dem Absetzen war mein System erstmal alles – nur nicht im Gleichgewicht.
Mein Zyklus war super unregelmäßig.
Mal nur 24 Tage, mal 36 Tage lang.
Mal extrem PMS, mal gar nicht.
Mal super viel Energie, mal extreme Erschöpfung.
Erst hab ich abgenommen, dann wieder zugenommen.
Meine Verdauung war erst mal richtig gut, dann kam der Blähbauch zurück.
Es waren kein Rückschritte.
Sondern ein Prozess.
Was letztendlich den Unterschied gemacht hat
Ich habe viel ausprobiert, mich über mögliche Wege informiert und mich intensiv mit meinem Körper beschäftigt.
Erste Veränderungen konnte ich nach der Zusammenarbeit mit einer Heilpraktikerin erkennen – aber die Veränderungen waren nicht nachhaltig.
Der entscheidende Unterschied kam erst, als ich angefangen habe, strukturiert und ganzheitlich zu arbeiten.
Nicht nur auf einer Ebene.
Sondern im Zusammenspiel von:
- Hormonsystem
- Nervensystem
- mentaler Ausrichtung
- und individuellen Mustern
Ab da wurde Veränderung greifbar.
Und vor allem: nachhaltig.
Aber das habe ich nicht alleine gemacht.
Ich habe mir Hilfe gesucht und arbeite mit meiner Mentorin auch heute noch zusammen.
Denn was ich auf diesem Weg gelernt habe:
Es gibt nicht die eine Lösung, die für immer bleibt.
Was mir vor ein paar Jahren geholfen hat,
würde heute nicht mehr an allen Stellen greifen.
Und das, was mich heute unterstützt,
muss nicht automatisch in einem Jahr noch passen.
Wir sind kein statisches System.
Wir verändern uns – ständig.
Mit unseren Lebensumständen.
Mit Stress.
Mit Erfahrungen.
Mit dem, was wir verarbeiten – oder eben nicht.
Das bedeutet nicht, dass etwas „nicht funktioniert“.
Sondern, dass Anpassung Teil des Prozesses ist.
Und genau darin liegt langfristig die eigentliche Stabilität.
Sich immer wieder auf neue Situationen und Gegebenheiten einzulassen.
Und darauf zu vertrauen, dass du spürst, was für dich der richtige Weg ist.
Aus genau dieser Erfahrung heraus habe ich mich in den Bereichen integrativer Frauengesundheit und angewandter Neurologie ausbilden lassen, um Frauen in genau diesen Prozessen zu begleiten – auf ihrem individuellen Weg durch körperliche, mentale und emotionale Veränderungsphasen.

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